Probleme beim Glasfaserausbau

Der Plan ist: Bis 2030 soll in Deutschland flächendeckend Glasfaser für alle Bürger zur Verfügung stehen.

Gleich mal vorweg: Wir glauben zwar nicht, dass dieses Datum pünktlich einzuhalten ist, aber nur weil es hier und da Probleme beim Ausbau gibt, wird dies den Glasfaserausbau (zum Glück) nicht generell verhindern.

Mal ehrlich, wenn die Begriffe Großbaustelle und Deutschland in einem Satz fallen, wer erwartet dort heute noch eine reibungsfreie und perfekte Umsetzung. Wie soll das also gelingen, wenn jetzt auch noch ganz Deutschland zur Großbaustelle wird, weil jeder Bürger und jedes Grundstück (mindestens bis zur Grundstücksgrenze) völlig neu erschlossen werden soll?

Obwohl wir wissen, dass der Glasfaserausbau in vielen Orten Deutschlands reibungslos und nahezu perfekt umgesetzt wird, gibt es durch verschiedene Ursachen bei fast allen Telekommunikationsanbietern (bzw. durch deren Subunternehmer) auch öfter mal Probleme, wie der folgende TV-Bericht zeigt:

Marktcheck SWR: Glasfaser: Ärger mit dem Anschluss bei Telekom & Co.

Ob die Probleme eines verzögerten Baufortschritts auch für sie zu einem Problem führen, oder ob sie die Herausforderungen zufriedenstellend meistern, hängt im Wesentlichen von ihrer eigenen Reaktion ab.

Unser TIPP:

1.) Akzeptieren sie, was sie nicht ändern können und hören sie auf sich unnötig zu ärgern, das verschlechtert nur ihre eigene Lebensqualität.
2.) Seien sie froh, dass der Glasfaserausbau bei ihnen schon einmal geplant und vielleicht auch schon begonnen worden ist, selbst wenn er aktuell stockt. Damit sind sie schon viel weiter, als in vielen anderen Orten Deutschlands, wo es erst in x Jahren losgehen wird.
3.) Selbst wenn das bei Ihnen ausbauende Telekommunikationsunternehmen, oder das beauftragte (Sub-)Sub-Unternehmen insolvent ist, irgendein Unternehmen wird sicher in ein paar Monaten alles übernehmen und bei ihnen weiter bauen.
4.) Auch wenn fast alle Telekommunikations-Anbieter Neukunden mit (Anfangs-) Vergünstigungen locken (auch für Mobilfunk- oder Kupferanschlüsse), darf dies nie der Grund für einen Glasfaserauftrag sein. Der Bau von neuer Infrastruktur kostet einfach Geld: Den einen früher, den anderen später, ggf. durch sonstige finanzielle Nachteile, wenn die Immobilie nicht (mehr) zeitgemäß versorgt wird.
5.) Einen einmal erteilten Glasfaser-Auftrag NUR wegen Bauverzögerungen zurückzuziehen wäre dumm, da ein nachträglicher Ausbau immer teurer und noch zeitraubender ist, als sich beim Erstausbau anschließen zu lassen.
6.) Wenn ihre aktuelle Versorgungssituation sie nicht zufrieden stellen sollte, schauen sie mal hier.
7.) Falls sie die Aktionsangebote der Wettbewerber triggern sollten, sollte man immer eine finanzielle Gesamtbetrachtung aller Alternativen durchführen.

Falls sie eine Telefonleitung (TAL) von der Telekom oder Telefonica im Hause liegen haben, könnte auch dieses O2-Angebot als Überbrückungslösung von Interesse sein, da es keine Mindestvertragslaufzeit beinhaltet.